Japan will Abtreibungspillen an Frauen verkaufen – aber nur bei Zustimmung des Mannes — RT DE

Japan will den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch noch in diesem Jahr erlauben. Der Haken: Laut einem Gesetzesentwurf sollen die Pillen nur an Frauen verkauft werden, deren Lebenspartner der Entscheidung zustimmen.

Bislang sind in Japan lediglich chirurgische Abtreibungen erlaubt. Noch in diesem Jahr sollen dort aber auch Pillen zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch zugelassen werden. Das Parlament diskutiert derzeit über einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Laut der britischen Zeitung The Telegraph ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Pillen nur an Frauen verkauft werden, deren Partner dem Schwangerschaftsabbruch zustimmen. 

Dieser Vorbehalt stieß in der japanischen Gesellschaft auf heftige Reaktionen. Die Einschränkung sei nach Ansicht vieler Aktivisten unangemessen und diskriminierend. „Warum braucht eine Frau die Zustimmung eines Partners? Es ist ihr Körper!“, sagte Mizuho Fukushima, eine Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei. Und sie fügte hinzu:

„Frauen sind nicht das Eigentum von Männern. Ihre Rechte, nicht die des Mannes, sollten geschützt werden.“

Viele Kritiker befürchten zudem, dass die Einwilligung des Mannes zu einem Problem werden könnte, wenn dieser eine andere Meinung hat oder die Frau dazu zwingt, gegen ihren Willen zu gebären. „Für Frauen ist es Gewalt und eine Form von Folter, zu einer Schwangerschaft gezwungen zu werden, die sie nicht wollen“, erklärte Kumi Tsukahara, ein Gründungsmitglied der Organisation Action for Safe Abortion Japan. Während orale Verhütungsmittel erst nach einer langwierigen Debatte in Japan legalisiert worden seien, sei Viagra schon nach sechs Monaten zugelassen worden.

Der Unwille, ein Medikament einzuführen, das seit langem in mehr als 70 Ländern erhältlich ist, demonstriere die geringe Priorität, die das von Männern dominierte Parlament und die medizinische Gemeinschaft des Landes der weiblichen Gesundheit beimessen, beklagen Aktivisten.

Anhänger der Regierung begründen die neue Initiative damit, dass auch für einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch die Zustimmung des Mannes erforderlich sei. „Wir finden, dass die Zustimmung des Ehepartners auch dann erforderlich ist, wenn die Abtreibung durch ein orales Medikament erfolgt“, sagte Yasuhiro Hashimoto, politischer Leiter im Ministerium für Kinder und Familien.

Im letzten Jahr nahm die Polizei in Japan eine 21-jährige Frau fest, nachdem die Leiche ihres neugeborenen Babys in einem Park gefunden worden war. Die Frau sagte vor Gericht aus, sie habe ihre Schwangerschaft nicht beenden können, weil sie kein schriftliches Einverständnis ihres Partners einholen konnte. Sie wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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