Kommunalwahlen in Sachsen: CDU dominiert Landratswahlen – "blaues Wunder" bleibt aus

In Sachsen sind am Sonntag die Wahlen für neue Bürgermeister und Landräte durchgeführt worden. Rund 400 Kandidaten standen auf den Wahlzetteln für die 185 Bürgermeisterwahlen.

Laut dem MDR haben in Nordsachsen, dem Landkreis Leipzig und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Amtsinhaber von der CDU ihre Posten verteidigt. Nach den ersten Auszählungen erhielt Kai Emanuel (CDU) im Landkreis Nordsachsen 63,8 Prozent der Stimmen, Henry Graichen für den Landkreis Leipzig bekam 69,5 Prozent und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde Michael Geisler mit 54,1 Prozent der Stimmen erneut zum Landrat gewählt. Da alle drei Kandidaten wohl im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen, ist dort kein zweiter Wahlgang nötig.

Auch in den anderen fünf Wahllkreisen zeichnet sich ein Sieg der jeweiligen CDU-Kandidaten ab: Lediglich in Mittelsachsen scheint sich der Parteilose Kandidat Dirk Neubauer mit 41,8 Prozent deutlich vor den Verfolgern von AfD und CDU durchzusetzen. Am späten Sonntag Abend zeigte sich, dass die Wahlbeteiliung in allen Landkreisen gering – zum Teil deutlich unter 50 Prozent – war.

Auch bei den Bürgermeisterwahlen gab es wenig Überraschendes: Bei der Oberbürgermeister-Wahl in der Landeshauptstadt Dresden erhielt Amtsinhaber Dirk Hilbert 32,5 Prozent der Stimmen, wie die Stadt am Sonntagabend nach Auszählung aller 538 Wahllokale bekanntgab. Hilbert trat für das Bündnis „Unabhängige Bürger für Dresden“ an, das auch von der CDU unterstützt wird. Er ließ die anderen Kandidaten mit mehr als 13 Prozentpunkten Abstand deutlich hinter sich. Am 10. Juli findet ein zweiter Wahlgang statt – da für einen direkten Sieg die absolute Mehrheit gebraucht würde. Erst dann steht fest, wer künftig das Dresdner Rathaus regiert.

Auf den weiteren Plätzen liegen Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähningen (Grüne) mit 18,9 Prozent, SPD-Innenexperte Albrecht Pallas (15,2 Prozent), der AfD-Europaabgeordnete Maximilian Krah (14,2 Prozent) und der Linken-Kandidat André Schollbach (10,3 Prozent).

Einige Achtungserfolge konnten die „Freien Sachsen“, die erstmals bei Kommunalwahlen dabei waren, erzielen: Deren Bürgermeisterkandidatin konnte gegen einen amtierenden CDU-Bürgermeister in Dohna bei Heidenau 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der bekannte DJ Happy Vibes alias Andreas Hofmann holte als Landratskandidat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über 10 Prozent der Stimmen. Seine Parteikollegin Uta Hesse in Nordsachsen sogar 20 Prozent.

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