Chlorgasexplosion beim Beladen eines Schiffs am Roten Meer – Mindestens 13 Tote — RT DE

In Jordanien kam es zu einer Explosion im einzigen Seehafen des Landes. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Das Land gilt als geopolitischer Schlüsselstaat im Nahen Osten. Auch die Bundeswehr ist mit 150 Soldaten vor Ort.

Bei einem Unglück mit giftigem Chlorgas sind in der jordanischen Hafenstadt Akaba mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet unter anderem die FAZ am Dienstag. Mindestens 250 Menschen wurden laut offiziellen Angaben verletzt. Davon befinden sich 185 Menschen in ärztlicher Behandlung, wie das jordanische Staatsfernsehen am Dienstagmorgen berichtete.

Ein mit giftigen Chemikalien beladener Container stürzte nach Aussage des nationalen Krisenzentrums am Vortag beim Transport mit einem Kran im Hafen der südjordanischen Stadt zu Boden – die Folge war eine enorme Explosion. Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie sich gelbes Gas in einer Druckwelle ausbreitet und Menschen panisch davonrennen.

Ein Sprecher der jordanischen Sicherheitsbehörden verriet, dass im Hafen von Akaba ein „mit giftigem Gas gefüllter Container während des Transports umgekippt“ sei. Aufnahmen im staatlichen Fernsehen zeigten den tragischen Vorfall.

Daraufhin wurde der südliche Teil des Hafens geräumt. Der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Dschamal Obeidat, rief die Anwohner auf, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Er betonte:

„Die Krankenhäuser in Aqaba sind schon überlastet und können keine weiteren Verletzten mehr aufnehmen.“

Ministerpräsident Bischer al-Chasawneh und Innenminister Masen al-Faraja reisten laut dem Fernsehsender Al-Mamlaka an den Unglücksort. Die Regierung kündigte die Bildung einer Untersuchungskommission unter Farajas Leitung an – denn die Ursache des Unglücks konnte am Dienstagabend nicht ermittelt werden. Der israelische Badeort Eilat liegt nur rund fünf Kilometer vom Hafen von Akaba entfernt. Eine Sprecherin des israelischen Ministeriums für Umweltschutz erklärte laut ARD jedoch, der Unfall sei aufgrund der Windrichtung für ihr Land wohl weniger dramatisch als für das weiter südlich gelegene Saudi-Arabien.

Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens. Über ihn werden fast alle jordanischen Importe und Exporte abgewickelt. Die Bundeswehr ist mit 150 Soldaten in dem Land stationiert und erhielt Anfang Juni Besuch von Robert Habeck, der dort zusammen mit dortigen Vertretern den Vorsitz über eine Energie-Konferenz der „MENA-Staaten“ mit europäischen Ländern einnahm. Die Gruppe „Middle East and North Africa“ besteht aus 20 Staaten. Sie alle sind potenzielle Lieferanten von Sonnenenergie, die für die Energieversorgung der EU offenbar interessant ist.

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