Panikmache wegen Mega-Hitze? Deutscher Wetterdienst weiß von nichts — RT DE

Einige Medien prophezeiten eine Hitzewelle unbekannten Ausmaßes, auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnte. Doch die Hitzewelle bleibt aus und war laut Deutschem Wetterdienst auch nicht zu erwarten.

In den vergangenen Tagen machten Meldungen von einer angekündigten Mega-Hitzewelle in Deutschland die Runde: Meteorologen der öffentlich-rechtlichen Sender befürchteten für Mitte Juli eine Hitzewelle in Deutschland mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius, laut einigen Schlagzeilen drohten Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius. ZDF-Wetterexperte Özden Terli zeigte sich alarmiert und schrieb auf Twitter: „Ich habe noch nie solche Temperaturen für Deutschland in einem Wettermodell gesehen.“ Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte vor der „Mega-Hitze“ und befürchtete viele Todesopfer (RT DE berichtete).

Nach den Rekorden vom Juli 2019 mit mehr als 41 °C im Westen Deutschlands hielt ich es durchaus für möglich, dass wir in 30 … 40 Jahren auch 45 °C erleben könnten. Und jetzt das: 45 Grad in der Vorhersage für Dienstag, d. 19. Juli 2022 (GFS-Modell). (1/x) pic.twitter.com/WCPnpOsV86

— Karsten Schwanke (@KSchwanke) July 10, 2022

Doch wie einer Anfrage der Berliner Zeitung beim Deutschen Wetterdienst (DWD) ergab, drohte diese gar nicht. Aktuell gebe es keine Hitzewarnung des DWD. Pressesprecher Uwe Kirche erklärte, dass man selbst von den Meldungen überrascht gewesen sei:

„Wir haben uns schon gewundert, warum so häufig die 40-Grad-Marke genannt worden ist.“

Bisher steht fest, dass es zwar wärmer wird, eine ausgedehnte Hitzewelle rollt dennoch nicht auf Deutschland zu. Beim DWD rechnet man stattdessen mit Temperaturen zwischen 33 und 35 Grad Celsius und liegt damit deutlich unter den prognostizierten 40 beziehungsweise 45 Grad Celsius.

Auch Janek Zimmer, Experte für numerische Vorhersagen bei kachelmannwetter.com, wies auf Twitter darauf hin, dass es sich bei den vorhergesagten 40 Grad Celsius um einen Prognosefehler handle. Hintergrund dessen ist unter anderem, dass das verwendete US-Wettermodell GFS die Bodenfeuchte viel zu gering berechnet, nämlich gegen null. Da der Boden derzeit jedoch nicht so ausdörrt ist, wie es im Modell angenommen wird, wird auch die Verdunstung durch Pflanzen vorhanden sein. Daher können die Temperaturen nicht so sehr ansteigen wie berechnet. Dadurch seien die Höchstwerte um zwei bis vier Grad Celsius erhöht. Andere Modelle wie das EZWMF sagten weniger extreme Hitze voraus.

Dennoch dürfte der Sommer einer der heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen werden: Laut DWD ist Berlin derzeit die wärmste Region Deutschlands, im Juni gab es 22 Sonnentage bei einer mittleren Temperatur von 20,1 Grad und liegt damit drei Grad über der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

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