Ex-Präsident Medwedew spottet über angebliche Liste der "Sünden Russlands"

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew hat eine Liste von Moskaus „Sünden“ zusammengestellt, die der Westen in Form von Anschuldigungen gegen Russland geschleudert hat, und sich auf seinem Telegram-Kanal darüber lustig gemacht. Der Post wurde am vergangenen Mittwoch veröffentlicht:

„Die Sünden, derer Russland sich schuldig gemacht hat: In die Höhe schnellende Spritpreise an allen Zapfsäulen in den USA und an jenen bei ihren engen Verbündeten; steigende Preise für Lebensmittel in den Geschäften auf allen Kontinenten; brütende Hitze in den europäischen Ferienorten, durch die alle Lebewesen gequält werden; die Verhängung von ‚Sanktionen aus der Hölle‘ gegen Russland, die ausnahmslos die wehrlose europäische Wirtschaft getroffen haben.“

Medwedew fügte hinzu, Russland sei auch schuld daran, dass der „US-Präsident Joseph Robinette Biden, Jr. gelegentlich Worte verwechselt, den Ausgang aus einem Raum nicht finden kann und Regie-Anweisungen auf seinem Teleprompter laut mitliest“.

In seiner Liste erwähnt er auch die verpatzte Briefwahl in den USA, den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, der vom ehemaligen ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrei Melnik, als „beleidigte Leberwurst“ bezeichnet wurde, sowie alle Rücktritte europäischer Staats- und Regierungschefs, seit „Peter der Große, allen Widrigkeiten zum Trotz, arrogant das Russische Reich etablierte.“

Medwedew fuhr fort und schrieb, Russland sei auch verantwortlich für die „Manipulation der öffentlichen Meinung mittels klassischer russischer Literatur und sinfonischer Musik“ sowie „den mutwilligen Meuchelmord am fortschrittlichen europäischen Politiker Gaius Julius Caesar, der von einer Terroristenbande, darunter Publius Servilius Casca, Marcus Brutus und anderen russischen Mitläufern begangen wurde, um die westliche Welt zu destabilisieren und antiliberale Werte zu fördern“.

Der ehemalige Präsident schloss die schier endlose Liste der Sünden Russlands mit dem „nicht provozierten präventiven Meteoriteneinschlag auf unseren Planeten und dem anschließenden Aussterben der Dinosaurier“ ab.

Die spitzen Bemerkungen von Medwedew folgten wenige Tage nach seinem Vorwurf gen Washington und London, die „nützlichen europäischen Idioten“ in einen Wirtschaftskrieg gegen Russland hineingezogen zu haben. „Washington, im Tandem mit London, hat die Europäer wie ein Hütchenspieler hereingelegt“, sagte er und bezog sich dabei auf die historische Rekordschwäche des Euro gegenüber dem Dollar.

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