Putin soll Vorsitzender der gesamtrussischen Kinder- und Jugendbewegung werden — RT DE

Mit einer neuen, breit abgestützten gemeinnützigen Initiative soll fern der sozialen Medien die Entwicklung und Erziehung von Kindern in einem sicheren Umfeld gefördert werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, den Posten des Vorsitzenden im Aufsichtsrat einer neuen nationalen Kinder- und Jugendbewegung einzunehmen. Er kündigte dies an, als er sich mit den Teilnehmern des gesamtrussischen Sommerwettbewerbs „Große Pause“ (im Sinne von: Große Ferien – Anm. d. Red.) traf.

Eine Teilnehmerin des Wettbewerbs, Anastasia aus St. Petersburg, sprach sich gegenüber Putin dafür aus, dass er den Posten des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, dessen Gründung der russische Präsident Anfang dieses Monats ratifiziert hatte, einnehmen soll. Der russische Staatschef antwortete:

„Nun gut, Nastja, ich muss dir zustimmen. Es ist mir unmöglich, nach euren Darbietungen hier, einen solchen Posten abzulehnen.“

Er fügte hinzu, dass Kinder, obwohl sie vielleicht weniger wissen als Erwachsene, manche Dinge viel intensiver fühlen und auch aufrichtiger seien. Er hielt zudem fest, dass ein gesunder Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen für beide Seiten von Vorteil sei. Putin sagte zu den versammelten Kindern und Jugendlichen:

„Euer Angebot nehme ich gerne an. Ich hoffe, dass der Austausch zwischen uns und der Bewegung sowohl mir als auch meinen Kollegen zugute kommt, die auf die eine oder andere Weise zusammen mit den Teilnehmern an den Aktivitäten der Bewegung beteiligt sein werden.“

Die gesamtrussische Jugend- und Kinderbewegung soll eine breite gemeinnützige und selbstverwaltete Organisation werden. Das Ziel der Bewegung ist es, Kinder auf ein erfülltes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten, indem man ihnen eine Weltsicht auf traditionelle russische Werte näher bringt, ihre Kreativität fördert sowie die Liebe und den Respekt für ihr Heimatland entwickelt.

Olga Kazakowa, eine Abgeordnete des Parlaments und eine der Gründerinnen dieser Initiative, sagte, die Bewegung soll Kindern helfen, echte emotionale Bindungen zu entwickeln, um so Teil eines Kollektivs zu werden. Sie erklärte:

„In einem Team gibt es viele verschiedene Formen des Austauschs, denen ein Kind im Erwachsenenalter begegnen wird. Hier kann ein Kind seine ersten Kommunikationsfähigkeiten erwerben und lernen zu verstehen, wie man aus einem Konflikt herausfindet, wie man Mitgefühl entwickelt und wie man sich in sein Gegenüber hinein versetzt.“

Kazakowa betonte auch, dass die Bewegung die Kinder und Jugendlichen vor den negativen Auswirkungen der sozialen Medien schützen soll, durch die sich viele von der realen Welt abgekoppelt hätten. Sie sagte:

„Oft verstehen Eltern ihre Kinder nicht mehr und vor allem wissen sie nicht, wo die Risikozonen für sie lauern. Kinder beginnen heute bereits früh, sich der elterlichen und pädagogischen Aufsicht zu entziehen, und es ist klar, dass man dieser Entwicklung begegnen muss. Andernfalls verlieren Kinder ihren Schutz.“

Die Bewegung wird aus Schülern bestehen, während Erwachsene – einschließlich der Eltern – als deren Mentoren auftreten werden. Es wurde jedoch auch beschlossen, dass Menschen, die nach dem geltenden Gesetz als „ausländische Agenten“ gelten oder Personen, die mit ihnen zusammenarbeiten, nicht als Mentoren in der Bewegung aktiv sein dürfen.

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