Prinz Charles erhielt 2013 Millionenspende von Osama bin Ladens Familie — RT DE

Enthüllungen britischer Medien belegen, dass die Überprüfung der Finanzierung seiner Wohltätigkeitsorganisationen ergab, dass der Prinz eine Millionenspende der Familie bin Laden akzeptierte. Charles habe dabei jegliche Bedenken ignoriert, dass die Spende sein Ansehen schädigen könnte.

Die britische Sunday Times berichtet in einem aktuellen Artikel (Bezahlschranke) darüber, dass Prinz Charles sich demnach im Oktober 2013 in seiner Londoner Residenz Clarence House mit dem saudischen Unternehmer Bakr bin Laden getroffen haben soll. Im Anschluss soll eine Spende in Höhe von einer Million Pfund (1,21 Millionen Dollar) für den Prince of Wales’s Charitable Fund von den Brüdern Bakr und Shafig bin Laden, zwei Halbbrüdern von Osama bin Laden, in die Wege geleitet worden sein.

Das Treffen fand damit zwei Jahre nach dem offiziellen Tod von Osama bin Laden statt, der 2011 von einer US-amerikanischen Spezialeinheit in Pakistan getötet worden sein soll. Bin Laden war Gründer und Anführer der Terrororganisation al-Qaida und galt als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 in New York.

Diese Information reiht sich in das Bekanntwerden ähnlicher zurückliegender Ereignisse, darunter ein Bericht vom Juni dieses Jahres. Darin heißt es, Prinz Charles habe zwischen 2011 und 2015 von Scheich Hamad ibn Dschasim ibn Dschabr Al Thani, dem ehemaligen Premierminister von Katar, Geldspenden in Höhe von 3,1 Millionen Dollar angenommen, die er „zum Teil persönlich in einem Koffer und in Einkaufstüten entgegennahm“. In dem Artikel zu diesem Vorfall steht:

„Ein Bündel Bargeld wurde bei einem privaten Treffen zwischen Charles und Scheich Hamad übergeben. Das Geld wurde dann von zwei Helfern im Palast gezählt und an die königliche Bank Coutts zur Einzahlung in den Fonds weitergeleitet.“

Zu den aktuellen Recherchen wurde im Rahmen einer öffentlichen Erklärung des Clarence House, dem offiziellen Büro und Residenz des Prinzen, bestätigt, dass „die bin Laden-Brüder das Geld an die königliche Wohltätigkeitsorganisation gespendet haben“. Die Erklärung widersprach jedoch den Berichten, wonach „Prinz Charles den Deal ausgehandelt oder persönlich die Entscheidung getroffen habe, es anzunehmen“. So heißt es in der Erklärung:

„Die Entscheidung, die Spende anzunehmen, wurde allein von den Treuhändern der Wohltätigkeitsorganisation getroffen, und jeder Versuch, dies anders darzustellen, ist falsch. Der Prince of Wales‘ Charitable Fund hat uns versichert, dass bei der Annahme dieser Spende eine sorgfältige Prüfung vorgenommen wurde.“

Der Sunday Times-Artikel berichtet zudem darüber, dass der Thronfolger zugestimmt haben soll, „die bin Laden Spende trotz der lautstarken Einwände seiner eigenen Berater anzunehmen“. Des Weiteren beschreibt der Artikel, dass „einige der Berater des Prinzen, Charles vor dem unvermeidlichen Rückschlag gewarnt hatten, sollte bekannt werden, dass seine Wohltätigkeitsorganisation Geld von der Familie des Mannes annahm, der die Terroranschläge inszeniert hatte, bei denen fast 3.000 Menschen, darunter 67 Briten, getötet wurden“.

Britische Medien berichteten jüngst, dass die „Aufsichtsbehörde für Wohltätigkeitsorganisationen“ erklärt hatte, dass sie „nach den Berichten über die Bargeldspende eines ehemaligen katarischen Premierministers keine Pläne für ein Eingreifen“, also weitergehende Untersuchungen, planen würde.

Sir Ian Cheshire, der Vorsitzende der Wohltätigkeitsorganisation von Prince Charles, erklärte daraufhin, dass „die Entscheidung der Kommission bestätige, dass es kein Versagen der Verwaltung gegeben habe, wie wir es auch schon früher festgestellt haben“.

Ob die jüngsten Veröffentlichungen zu der Spende der bin Laden Brüder zu erneuten Untersuchungen führen werden, ist noch nicht bekannt. Der Spiegel ergänzt zu dem Artikel der Sunday Times mit der Information, dass Michael Fawcett, der frühere Vorsitzender der „Prince’s Foundation“, letztes Jahr unter Verdacht stand, „die Millionenspende eines saudischen Geschäftsmanns mit einer Ordensverleihung durch Prince Charles befördert zu haben“.

„The Prince’s Foundation“ ist eine weitere Wohltätigkeitsorganisation von Charles. Im November 2021 trat Fawcett daraufhin als Chef der Stiftung zurück. So heißt es in dem aktuellen Spiegel-Artikel weiter, dass Prinz Charles persönlich „dem Unternehmer Mahfouz Marei Mubarak bin Mahfouz im November 2016 in einer privaten Zeremonie – also quasi heimlich – den ‚Most Excellent Order of the British Empire (CBE)‘ verliehen hatte“. Der saudi-arabische Geschäftsmann – mit eigener Foundation – hatte zuvor „mindestens 1,5 Millionen Pfund“ für Projekte der Prince’s Foundation gespendet.

Im September 2021 war bereits Douglas Connell, Vorsitzender der Prince’s Foundation, nach Vorwürfen der Unregelmäßigkeiten von seinem Posten zurückgetreten.

Mehr zum Thema – London feiert 70. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link