Staat kauft US-Währung fast zu Schwarzmarkt-Preis — RT DE

4 Aug. 2022 16:24 Uhr

Seit diesem Donnerstag bekommen natürliche Personen in Kuba für einen US-Dollar 120 Peso. Der neue von der Regierung bestimmte Wechselkurs ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen kubanischen Devisenmarkt, auf dem alle Währungen akzeptiert werden sollen.

Quelle: Legion-media.ru © Dmitrii Melnikov

Die Regierung in Havanna hat am Mittwoch einen neuen Wechselkurs für den US-Dollar festgelegt. Der neue staatliche Ankaufskurs beträgt seit diesem Donnerstag 120 Peso und ist fünfmal so hoch wie der offizielle Wechselkurs. Dies entspricht fast dem US-Dollar-Wert auf dem Schwarzmarkt. Der neue Ankaufskurs gilt jedoch nur für natürliche Personen. Für Staatsunternehmen gilt weiterhin der offizielle Wechselkurs von 24 Peso.

Nach Angaben der Zentralbank-Chefin Marta Sabina Wilson González werde der neue Wechselkurs nicht statisch sein. Die Maßnahme solle die Bevölkerung dazu anregen, in der Nationalwährung zu zahlen.  

Der Minister für Wirtschaft und Planung, Alejandro Gil Fernández, rechtfertigt die Entscheidung damit, dass ein niedriger Wechselkurs den US-Dollar-Kauf antreibe und keinen Anreiz zum Verkauf der US-Währung gebe. Der Markt brauche aber ein Gleichgewicht. Daher wäre es wirtschaftlich und politisch unverantwortlich, einen niedrigeren Wechselkurs festzulegen. Trotzdem bedeute dies nicht, dass der Staat damit beginnen werde, den Bürgern ausländische Währungen zu verkaufen, so Fernández.      

Mit dem neuen staatlich festgelegten Ankaufskurs für den US-Dollar will die Regierung in Havanna die einheimische Wirtschaft ankurbeln und dem Schwarzmarkt entgegenwirken. Demnach ist dies der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Devisenmarkt in Kuba, auf dem künftig alle Währungen akzeptiert werden sollen.

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