Inflation steigt nur leicht an — RT DE

11 Aug. 2022 15:46 Uhr

Während westliche Volkswirtschaften hohe Inflationsraten von bis zu über zehn Prozent verzeichnen, scheint die Lage in der Volksrepublik China relativ stabil zu sein. Einzelne Produkte verteuern sich zwar saisonal bedingt, die Preise bleiben insgesamt aber stabil.

Chinas Nationales Statistikamt teilte am Mittwoch mit, dass der chinesische Verbraucherpreisindex (CPI), ein Hauptindikator für die Inflation, im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen ist, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.

Die Preise für Produkte abgesehen von Lebensmitteln seien im Vergleich zum Juli 2021 um 1,9 Prozent gestiegen und damit weniger stark als im Vormonat (2,5 Prozent), wie aus den Daten des Statistikamtes hervorgeht. Der Kernverbraucherpreisindex, der Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt, stieg im Juli im Jahresvergleich um 0,8 Prozent und lag damit unter dem Anstieg von 1 Prozent im Juni. Gerechnet auf Monatsbasis stieg der Index um 0,5 Prozent. Dong Lijuan, ein führender Statistiker des Amtes, machte steigende Preise für Schweinefleisch und frisches Gemüse sowie saisonale Faktoren dafür verantwortlich.

Aus den Daten des Statistikamtes geht ebenfalls hervor, dass die Lebensmittelpreise gegenüber dem Juli um 3 Prozent steigen und somit die monatliche Verbraucherinflation um etwa 0,53 Prozentpunkte nach oben trieben. Dabei machte insbesondere der Anstieg von Schweinefleisch, das in China als Grundnahrungsmittel gilt, von 25,6 Prozent im Zeitraum von Juni bis Juli auf sich aufmerksam. Der rapide Anstieg ist Dong zufolge darauf zurückzuführen, dass einige Schweinezüchter zögerten zu verkaufen, während die Verbrauchernachfrage stieg. Jedoch gab Chen Guanghua, ein Beamter des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, auf einer Pressekonferenz im Juli Entwarnung, denn es werde nicht zu einem „anhaltenden und starken Anstieg“ der Schweinefleischpreise kommen, da die Schweineproduktion ausreichend sei.

Die Preise für Frischgemüse stiegen von Juni auf Juli um mehr als zehn Prozent. Grund hierfür sind die hohen Temperaturen über längere Zeiträume in vielen Regionen Chinas. Dagegen fielen die Preise für Frischobst, dank üppigeren Angebots, um fast vier Prozent im selben Zeitraum. Die Preise für Nicht-Nahrungsmittel gingen im Monatsvergleich um 0,1 Prozent zurück, was den Verbraucherpreisindex um 0,07 Prozentpunkte nach unten drückte. Aufgrund der sinkenden internationalen Ölpreise fielen die Preise für Benzin und Diesel in China um 3,4 Prozent bzw. 3,6 Prozent.

Preise für Flüge, Hotels und allgemeine touristische Waren stiegen ebenfalls leicht. Die Daten des Statistikamtes ergaben ebenfalls, dass der chinesische Erzeugerpreisindex, der die Kosten für Waren am Werkstor misst, im Juli im Jahresvergleich um 4,2 Prozent gestiegen ist. Gegenüber dem im Juni verzeichneten Anstieg von 6,1 Prozent im Jahresvergleich ist dieser Wert allerdings zurückgegangen. Auf Monatsbasis ging der Index von Juni auf Juli vergangenen Monat um 1,3 Prozent zurück.

Wen Bin, Chefvolkswirt der China Minsheng Bank, erklärte in einem Bericht, dass sich der Druck auf die Situation in China durch Inflation in anderen Ländern verringere, da die Geldpolitik der großen Volkswirtschaften weiter gestrafft werden und die internationalen Rohstoffpreise sinken würden. Zugleich warnte er jedoch vor den Unsicherheiten, die sich aus der weltweiten geopolitischen Lage ergeben. Zudem werde China einem zunehmenden Druck durch die strukturelle Inflation ausgesetzt sein, so Wen.

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