Mehrheit der in die Ukraine gelieferten deutschen Panzerhaubitzen bereits nicht mehr einsatzbereit — RT DE

13 Aug. 2022 13:12 Uhr

Laut einem Bundestagsabgeordneten sind nur noch fünf der 15 gelieferten PzH 2000-Haubitzen in der Ukraine einsatzbereit. Nachgeliefert werden kann zudem nicht vor Ende des kommenden Jahres.

Der Großteil der deutschen PzH 2000-Haubitzen, die vom Westen an die Ukraine geliefert wurden, seien bereits ausgefallen und müssen repariert werden, sagte der Bundestagsabgeordnete Marcus Faber (FDP), der kürzlich die Ukraine besuchte.

In einem Interview mit der deutschen Nachrichtenagentur N-TV am vergangenen Mittwoch, sagte der Abgeordnete, er sei überrascht gewesen, als er vom ukrainischen Verteidigungsministerium erfuhr, dass nur fünf der 15 in Deutschland hergestellten PzH 2000-Haubitzen, die von Berlin und Amsterdam an die Ukraine geliefert wurden, noch einsatzbereit seien. Er fügte hinzu, dass die Ursache für deren Ausfall nicht russischer Beschuss sei, sondern die Tatsache, dass die Panzer von den ukrainischen Streitkräften „intensiv eingesetzt“ wurden.

Während Kiew die Aussagen von Faber noch offiziell bestätigen muss, wurde schon im letzten Monat vom Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, dass die Ukraine Deutschland darüber informiert habe, dass eine Reihe von PzH 2000-Haubitzen nach ausgiebigem Einsatz nicht mehr funktionierten. Laut dem Nachrichtenmagazin glaubt das deutsche Verteidigungsministerium, dass die Probleme möglicherweise auf hochintensives Schießen zurückzuführen seien, was sich auf den Lademechanismus der Artilleriekanone ausgewirkt haben könnte. Laut dem Spiegel seien 100 Schuss pro Tag und Kanone eine „hohe Schussintensität“ für diesen Typ Haubitze.

Der Abgeordnete Faber erklärte zudem, dass Kiew Ersatzteile angefordert habe und „optimistisch“ sei, die Haubitzen wieder funktionsfähig zu machen. Er hielt fest, dass Deutschland die Ukraine zwar bereits mit Ersatzteilen beliefert habe, aber nicht in jedem Fall mit „den passenden“. Zudem wies er darauf hin, dass nicht immer ausreichend Ersatzteile vorhanden sind und größere Reparaturen spezielle Werkstätten erfordern, sodass in der Ukraine selbst nur kleinere Reparaturen durchgeführt werden können. Laut Faber hat Kiew bereits um Hilfe beim Aufbau eigener Reparaturwerkstätten gebeten, um die Haubitzen zur Wartung nicht außer Landes transportieren zu müssen.

Unterdessen hat sich der deutsche Waffenhersteller Krauss-Maffei Wegmann Ende Juli mit der ukrainischen Regierung vertraglich geeinigt, für die Ukraine etwa 100 PzH 2000-Haubitzen zu produzieren und zu liefern, so ein anderer Bericht des Spiegel. Ein Unternehmenssprecher wurde mit der Aussage zitiert, dass das Waffengeschäft rund 1,72 Milliarden Dollar umfasse – fast das Dreifache der gesamten Militärhilfe, die Berlin bisher an die ukrainischen Streitkräfte geliefert hat, seit Russland Ende Februar seine Militäroperation gestartet hat.

Faber wies jedoch darauf hin, dass diese 100 Haubitzen nicht vor Ende des nächsten Jahres an die Ukraine geliefert werden können und forderte Berlin auf, Waffen aus den eigenen Reserven zu liefern, die dann durch jene, die von der Ukraine bestellt wurden, ersetzt werden können.

Deutschland hat den ukrainischen Streitkräften bereits Tausende tragbarer Panzer- und Luftabwehrraketen, Zehntausende Anti-Panzerminen sowie Millionen Schuss an Munition geliefert. Kiew – und der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrei Melnyk – kritisierten Berlin immer wieder für das, was sie als Zurückhaltung bei der Entsendung von Militärhilfe in die Ukraine bezeichneten sowie für das schleppende Tempo der Lieferungen.

Deutschland hat der Ukraine bisher zehn Haubitzen des Typs PzH 2000 geliefert, weitere fünf kamen aus den Niederlanden, die zudem noch drei weitere zugesagt haben. Moskau appellierte wiederholt an den Westen, keine Waffen nach Kiew zu schicken, da dies den Konflikt nur in die Länge ziehe und die Zahl der Opfer erhöhe.

Mehr zum Thema – Deutsche Waffen versagen laut Medienberichten in der Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link