Borrell hätte in Spanien der 1930er Jahre wohl die Faschisten unterstützt — RT DE

8 Sep. 2022 12:51 Uhr

Der russische Präsident hat auf die Aussage des EU-Spitzendiplomaten Josep Borrell reagiert. Dieser bezeichnete Russland als faschistischen Staat.

Der außenpolitische Kommissar der Europäischen Union, Josep Borrell, hätte wahrscheinlich den faschistischen Putsch im Spanien der 1930er Jahren unterstützt, urteilte der russische Präsident Wladimir Putin am gestrigen Mittwoch bei einer Rede beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok.

Die unverblümte Erklärung von Wladimir Putin war eine Reaktion auf eine Bemerkung des Spaniers in einer spanischen Tageszeitung, in der er Russland als einen „faschistischen Staat“ bezeichnete. „Er beschäftigte damit lediglich seine Zunge, denn er ist ein großartiger Spezialist auf diesem Gebiet“, sagte Putin und merkte an, dass die jüngsten Forderungen von Borrell nach einem militärischen Sieg über Moskau „seltsam“ klingen, wenn sie von einem Spitzendiplomaten der EU geäußert werden.

Putin fuhr fort und stellte die rhetorische Frage, auf wessen Seite Borrell wohl gestanden hätte, wenn er im Spanien der 1930er Jahren gelebt und die Anzeichen für den Putsch von General Franco gesehen hätte. „Hätte er zu den Waffen gegriffen und auf wessen Seite hätte er gestanden? Auf Seiten der demokratisch gewählten Regierung Spaniens oder auf Seiten der Putschisten?“ fragte Putin. „Meiner Meinung nach hätte er auf der Seite der Putschisten gestanden, weil er heute genau dieselben Putschisten in der Ukraine unterstützt“, schlussfolgerte Putin und stellte fest, dass die Quelle der Macht des heutigen Regimes in Kiew, der vom Westen unterstützte bewaffnete Regierungsumsturz im Jahr 2014 sei. „Er unterstützte diesen Regierungsumsturz und hätte damals sicher auch auf der Seite der Faschisten gestanden. Das sind diejenigen, die auf der Seite der Nazis stehen.“

Der russische Präsident wies darauf hin, dass Moskau schon früh auf die Neonazi-Elemente des Kiewer Regimes hinwies, aber oft die Antwort bekommen hätte, dass es in vielen Ländern, einschließlich in Russland, ebenfalls Neonazis gibt. „Ja, auch wir haben sie. Aber weder Russland noch irgendein anderes zivilisiertes Land befördert Nazis oder radikale Nationalisten in den Status von Nationalhelden. Das ist der Unterschied. Und die Ukraine tut genau das“, bemerkte Putin.

Putin erklärte, wenn Borrell eine Ahnung gehabt hätte, wer Leute wie Stepan Bandera und Roman Schuchewytsch tatsächlich waren – nämlich Nazis, die massenhaft Russen, Juden und Polen ermordet haben –, hätte er vielleicht verstanden, dass der echte Faschismus in der Ukraine gedeiht und nicht in Russland.

„Er sollte sich die Möglichkeit geben, der Realität ins Auge zu sehen und erst dann können wir ihm wieder zuhören. Und wenn er ein Gewissen hat, muss er nur die richtigen Schlüsse ziehen“, so Putin.

Die Äußerungen von Borrell über Russland führten auch zu einer Reaktion des ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, der erklärte, dass die „ekelhafte Bemerkung“ des EU-Kommissars, Russland sei ein faschistischer Staat, niemals vergessen wird und dass der Diplomat dauerhaft auf der Liste „Kein Händeschütteln“ aufgeführt werden sollte, ohne das Recht auf Begnadigung.

Mehr zum Thema – „Faschistischer Staat?“ Sergei Lawrow fordert Wortlaut von Borrells Rede zu Russland

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link