Königin Elisabeth II. gestorben — RT DE

8 Sep. 2022 19:41 Uhr

Elisabeth II., Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, ist tot, wie der Buckingham-Palast mitgeteilt hat. Die Monarchin verstarb in ihrem 97. Lebensjahr, nachdem sich ihr Gesundheitszustand in den letzten Tagen verschlechtert hatte.

Wie die BBC meldet, ist die britische Königin Elisabeth II., die am längsten amtiert habende Monarchin des Vereinigten Königreichs, im Alter von 96 Jahren im schottischen Balmoral gestorben. Elisabeth II. hatte 70 Jahre lang regiert.

Ihre Familie hatte sich am Donnerstag auf ihrem schottischen Anwesen versammelt, nachdem die Sorge um den Gesundheitszustand der Regentin zugenommen hatte. Die Königin kam 1952 auf den Thron; sie sei Zeugin eines „enormen sozialen Wandels“ geworden.

Thronfolgeregelung

Ihr ältester Sohn Charles, 73, wird automatisch zum König des Vereinigten Königreichs und zum Staatsoberhaupt von 14 weiteren Ländern, darunter Australien, Kanada und Neuseeland.

In einer Erklärung teilte der Buckingham-Palast mit:

„Die Königin ist heute Nachmittag friedlich in Balmoral gestorben […] Der König und die Queen Consort bleiben heute Abend in Balmoral und werden morgen nach London zurückkehren.“

Wie Reuters feststellt, habe die Königin seit Ende letzten Jahres an „episodischen Mobilitätsproblemen“ gelitten, wie es der Buckingham-Palast genannt habe, die sie dazu zwangen, sich von fast allen ihren öffentlichen Auftritten zurückzuziehen.

Ihr letztes öffentliches Auftreten fand erst am Dienstag statt, als sie Liz Truss zur Premierministerin ernannte.

An den königlichen Palästen und an Regierungsgebäuden in London wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.

Biographisches

Geboren 1926 als Elizabeth Alexandra Mary, bestieg Elisabeth 1952 im Alter von 25 Jahren nach dem Tod ihres Vaters, König George VI., den Thron.

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war die zukünftige Königin erst 13 Jahre alt und wurde aus der Hauptstadt evakuiert. Im Jahr 1945, im Alter von 18 Jahren, trat sie in den Auxiliary Territorial Service (ATS) ein, die Frauenabteilung der britischen Armee während des Krieges, und diente bis zum Ende des Konflikts.

Im Jahr 1947 heiratete sie Philip Mountbatten, einen ehemaligen Prinzen von Griechenland und Dänemark. Die Königin und ihr Mann Prinz Philip, der im April 2021 im Alter von 99 Jahren starb, hatten vier Kinder: Charles, Prinz von Wales, Anne, „Princess Royal“, Prinz Andrew, Duke of York, und Prinz Edward, Earl of Wessex. Sie hatten acht Enkelkinder.

Ihre Krönung am 2. Juni 1953 wurde allein im Vereinigten Königreich von 27 Millionen Menschen verfolgt und galt als entscheidend für die Popularität des Fernsehens in diesem Land. Allein durch dieses Ereignis stieg die Zahl der Fernsehlizenzen im Vereinigten Königreich auf drei Millionen an. Es war das erste Mal, dass eine Krönung im Fernsehen gezeigt wurde.

Von Churchill bis Truss

In ihre Regierungszeit fielen der Beitritt des Vereinigten Königreichs zur EU, der Austritt aus der EU und wichtige politische Veränderungen wie die Dezentralisierung von Befugnissen innerhalb Großbritanniens und die Unruhen in Nordirland.

Elisabeth als Staatsoberhaupt dienten 15 Premierminister, der erste war Sir Winston Churchill und die letzte Liz Truss. In ihren sieben Jahrzehnten als Monarchin empfing sie Tausende von wöchentlichen „Audienzen“ mit den Regierungschefs.

Elisabeth starb nur wenige Tage, nachdem sie Truss auf ihrem Anwesen im schottischen Hochland empfangen hatte, wo sie sie offiziell zur neuen Premierministerin ernannt hatte.

Moskauer Reaktionen

Die russische Agentur TASS schreibt über den Thronfolger und die nächsten Schritte bis zu seiner Krönung:

„Charles, 73, ist der älteste Erbe, der jemals den britischen Thron bestiegen hat. Er wurde zum Zeitpunkt des Todes seiner Mutter König, da es die Tradition nicht zulässt, dass ein Monarch dem Land fernbleibt. Es wird jedoch noch einige Monate dauern, bis er gekrönt wird. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach dem Tod von Elisabeth II. wird im St James’s Palace in der Hauptstadt ein Sonderrat zusammentreten, dessen Mitglieder offiziell verkünden werden, dass ein neuer Herrscher den britischen Thron bestiegen hat.

Der Thronfolgerrat besteht aus der britischen Premierministerin Liz Truss, die ihr Amt erst am Mittwoch angetreten hat, den Chefs des Finanzministeriums, des Außenministeriums und des Innenministeriums, den Mitgliedern des Privy Council – eines Beratungsgremiums des britischen Monarchen –, dem Oberbürgermeister von London sowie den Hochkommissaren (Botschaftern), die Australien, Kanada, Neuseeland, Jamaika und ein Dutzend weiterer Länder im Vereinigten Königreich vertreten, dessen Oberhaupt formell immer noch der britische Monarch ist.

In einer Erklärung des Buckingham-Palastes zum Tod von Elisabeth II. wurde Charles bereits zum König und seine Frau, die Herzogin von Cornwall, Camilla, zur Königin [Queen Consort] ernannt.“

Die Agentur RIA Nowosti meldet, dass die im Vereinigten Königreich ausgerufene Staatstrauer voraussichtlich zehn Tage andauern werde.

Der Thronfolger werde unter dem Namen Charles III. regieren. Dies habe Premierministerin Liz Truss offiziell bekannt gegeben.

Eine offizielle Stellungnahme zum Tode Elisabeths II. aus dem Kreml liegt zur Stunde noch nicht vor.

Mehr zum Thema – Verschlechterung des Gesundheitszustandes – Königin Elisabeth II. unter „medizinischer Beobachtung“ 

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link