Russland enthüllt ein T-34-Panzerdenkmal nahe der estnischen Grenze — RT DE

11 Sep. 2022 20:52 Uhr

Russland hat auf die Demontage eines Denkmals in der estnischen Grenzstadt Narwa reagiert und einen modellgleichen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg in der russischen Nachbarstadt Iwangorod aufgestellt.

Anfang August hatte die estnische Regierungschefin Kaja Kallas den Regierungsbeschluss verkündet, alle noch im nördlichsten der drei baltischen Länder verbliebenen sowjetischen Denkmäler zu demontieren. Dabei handelt es sich, nachdem alle kommunistisch geprägten Denkmäler schon in den 90er-Jahren beseitigt worden waren, fast ausschließlich um Denkmäler für die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und Mahnmale für die Soldaten der Roten (später Sowjetischen) Armee. 

Den Worten folgten bald Taten. Den Anfang machte ausgerechnet ein in der mehrheitlich von ethnischen Russen bewohnten Grenzstadt Narwa aufgestellter T-34-Panzer, der an die in diesem Landstrich besonders heftigen Kämpfe gegen die Wehrmacht erinnerte. Protest gegen die Demontage, der sowohl von der Bevölkerung als auch von der Stadtverwaltung ausging, nutzte nichts: Der T-34-Panzer wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. August vom Postament gehoben und in unbekannte Richtung verbracht. Den Einwohnern Narwas blieb danach nur noch, ihre Trauer mit Blumen und Kerzen im verwaisten Ehrenhain zu demonstrieren. 

Ähnliche Schritte unternahm in der Folgezeit auch die Regierung des Nachbarstaates Lettland: Dort wurde inzwischen das Hauptmahnmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten in der Hauptstadt Riga demontiert.

Russland protestierte mit diplomatischen Noten, doch das half nichts. Derzeit zeigen sich Teile der russischen Zivilgesellschaft empört darüber, dass Lettland für die Demontage sogar noch belohnt wird: Gaslieferungen aus Russland an das an sämtlichen antirussischen Sanktionen beteiligte Land wurden vor einigen Tagen wieder aufgenommen. 

Am Sonntag wurde nun in der russischen Grenzstadt Iwangorod, die – solange nicht die EU-Außengrenze hier die Menschen trennte – stets als ein westlicher Vorort von Narwa galt, ein neues Denkmal eröffnet, das dem nur zwei Kilometer weiter westlich zerstörten nahezu identisch ist. Auf einem eilig errichteten Postament wurde hier ein modellgleicher T-34-Panzer aufgestellt. Die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti spricht gar von einer „Wiedererrichtung“ des in Estland zerstörten Denkmals. 

Eingeweiht wurde es vom stellvertretenden Verteidigungsminister der Russischen Föderation Dmitri Bulgakow. An der Zeremonie nahmen auch der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, Vertreter ziviler Organisationen aus der estnischen Stadt Narwa, Veteranen und Mitglieder der Jungen Garde teil. Der stellvertretende Minister sagte bei der Eröffnung:

„Heute weihen wir das wieder errichtete Denkmal für den T-34-Panzer ein, als offene Antwort auf den von der estnischen Regierung begangenen Akt des staatlichen Vandalismus. Der Narwa-Panzer, der zum Gedenken an die Überquerung des Narwa-Flusses durch sowjetische Truppen am 25. und 26. Juli 1944 errichtet wurde, war das einzige Denkmal dieser Art aus dem Zweiten Weltkrieg auf estnischem Gebiet.“

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