Wieder mehrere Palästinenser bei Angriff von Siedlern durch israelische Armee verletzt — RT DE

9 Sep. 2022 20:41 Uhr

Am Mittwoch erst war ein zwanzigjähriger Palästinenser von der israelischen Armee durch Schüsse ins Herz getötet worden. Kurz darauf kam es zu Gewalt von Siedlern, flankiert durch israelisches Militär, gegen palästinensische Anwohner und ihr Eigentum.

Wieder hat es durch das Vorgehen israelischer Siedler in den besetzten palästinensischen Gebieten Verletzte und Tote unter palästinensischen Anwohnern gegeben, wie Al Mayadeen unter Berufung auf das Gesundheitsministerium und den Roten Halbmond berichtet. Demnach feuerten rund 20 maskierte und bewaffnete Siedler mit scharfen Kugeln und schlugen die Bürger, die versuchten, auf ihrem Land Olivenbäume zu pflanzen, nachdem Siedler es vor einigen Tagen mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht und es beschlagnahmt hatten. Rückendeckung bekamen die Siedler dabei von der israelischen Armee, die scharfe Munition, Schallbomben und Tränengas gegen die Palästinenser eingesetzt habe, hieß es.
Einige der Palästinenser erlitten Knochenbrüche, ältere auch Prellungen, andere mussten wegen Schusswunden behandelt werden. Zudem wurden Krankenwagen und Personal des Palästinensischen Rote Halbmonds daran zu hindern versucht, zu den Verletzten durchzukommen. Die Siedler zerstörten darüber hinaus das Eigentum der Palästinenser.

Am Mittwoch wurde der 20-jährige Yunis Ghassan Tayeh von der israelischen Armee im Lager Fara’a erschossen, wie die Gesundheitsbehörde bestätigte. Laut Al Jazeera hatten israelische Streitkräfte das Flüchtlingslager um 6:00 Uhr morgens gestürmt, einer von „inzwischen täglichen Überfällen der Armee im besetzten Westjordanland“. Tayehs Onkel, Mohammed Hassan Tayeh, erklärte dem Sender, die Schüsse seien unprovoziert gewesen, und sein Neffe habe sich „in einem offenen Bereich befunden, in dem er den Soldaten ausgesetzt war“, als er von einem Scharfschützen erschossen wurde, der in ein Haus eingedrungen war. „Jeder ist ein Ziel, denn die Besatzer töten unbewaffnete Menschen, die keinerlei Bedrohung darstellen.“

Bis Ende August waren in diesem Jahr allein im Westjordanland mindestens 85 Palästinenser bei nächtlichen Razzien der israelischen Streitkräfte getötet worden. Damit ist 2022 das tödlichste Jahr in den besetzten Gebieten seit 2016, wie das palästinensische Gesundheitsministerium und eine israelische Menschenrechtsgruppe errechneten.

Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich bei der überwiegenden Mehrheit um Militante oder Steinewerfer, doch befinden sich unter den Opfern zahlreiche palästinensische Zivilisten, darunter nicht wenige Jugendliche. Palästinenser befürchten, die häufigen Razzien zielten auf die Aufrechterhaltung der israelischen Militärherrschaft ab, während Israel behauptet, dass es militante Netzwerke zerschlägt, die seine Bürger bedrohten.

Die UNO kritisiert zudem, dass Schülern das Recht auf Bildung erschwert wird, weil sie durch Checkpoints müssen, bevor sie in den Unterricht können.

Anfang September haben israelische Behörden einen Plan zum Bau von fast 500 Häusern in einer neuen jüdischen Siedlung im annektierten Ostjerusalem vorgelegt. Nach Ansicht von Menschenrechtsgruppen wird Jerusalem dadurch weiter von der nahe gelegenen palästinensischen Stadt Bethlehem und dem südlichen Westjordanland abgetrennt. Kritikern zufolge werden durch diese und andere Siedlungen jegliche Hoffnungen auf eine Zweistaatenlösung des jahrzehntelangen Konflikts weiter untergraben.

Mehr zum Thema – Menschenrechtler werfen israelischer Armee gezielte Angriffe auf Zivilisten vor

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