Bund steigt wieder bei Lufthansa aus – und macht Gewinn — RT DE

14 Sep. 2022 13:30 Uhr

Während der Corona-Krise rettete der Bund die Lufthansa, indem er im großen Stil Anteile der Luftfahrtgesellschaft kaufte. Nun hat sich der Bund von der Beteiligung wieder getrennt – mit Gewinn. Der Aktienkurs von Lufthansa reagierte mit einem Sinkflug.

Der Luftfahrtsektor war im Jahr 2020 eine der ökonomisch am härtesten von der Corona-Krise getroffenen Branchen. Der Bund stützte die Lufthansa im Juni 2020 durch Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von bis zu sechs Milliarden Euro, eine Beteiligung von 20 Prozent. Nun verkaufte der Bund seine Anteile wieder – mit Gewinn.

Nach dem Ausstieg des deutschen Staates sank der Aktienkurs des Luftfahrtkonzerns erst einmal. Die Papiere fielen am Mittwochvormittag kurz nach dem Handelsstart um rund zwei Prozent auf 6,19 Euro. Damit lag der Kurs über den 6,11 Euro, zu denen der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) seine Papiere abgab. Mit dem Verkauf der Aktien habe der WSF insgesamt 1,07 Milliarden Euro erlöst. Unter dem Strich sei ein Gewinn von 760 Millionen Euro übrig geblieben, so die Finanzagentur.

Der WSF hatte am Dienstagabend mitgeteilt, der Bund habe die Beteiligung an der Lufthansa beendet. Der WSF habe seine zuletzt verbliebene Beteiligung von knapp zehn Prozent im Rahmen einer Blockplatzierung an internationale Investoren vollständig veräußert. Die stillen Einlagen seien bis November 2021 bereits vollständig zurückführt worden.

Den Ausstieg des Bundes aus der Lufthansa wertete ein Marktteilnehmer als gute Nachricht. Denn ein im Raum stehender Verkauf eines größeren Paketes durch einen Aktionär sei oftmals eine Belastung für den Kurs, auch wegen der Unsicherheit über den Preis.

„Das Unternehmen liegt wieder in privaten Händen“, sagte Jutta Dönges, die den WSF als Geschäftsführerin der Finanzagentur verantwortet. Die Stabilisierung sei erfolgreich abgeschlossen. Mit 1,07 Milliarden Euro überstiegen die insgesamt erzielten Erlöse den zum Erwerb der Beteiligung eingesetzten Betrag von 306 Millionen Euro deutlich.

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(RT DE/dpa)

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