Iran spricht sich gegen Eskalation zwischen Armenien und Aserbeidschan aus

In einem Telefongespräch am Dienstag hat der armenische Premierminister Nikol Paschinjan den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi über die jüngsten Entwicklungen an der gemeinsamen Grenze zwischen Armenien und der Republik Aserbaidschan nach erneuten Zusammenstößen zwischen den beiden Ländern unterrichtet.

Der iranische Präsident machte deutlich, dass ein neuer Krieg in der Südkaukasusregion für Iran inakzeptabel ist und dass Teheran den Verlauf der Ereignisse aufmerksam verfolge, so die iranische Agentur Armenpress.

Raisi betonte, dass alle Konflikte in der Region friedlich gelöst werden sollten, und wies darauf hin, dass Teheran eine klare Position zur territorialen Integrität der Staaten vertrete.

In Anlehnung an die Äußerungen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini betonte Raisi, dass der Austausch zwischen Iran und Armenien nicht gefährdet werden dürfe und die Austauschwege unter der Souveränität der Staaten stehen müssen.

Er brachte auch die Bereitschaft Irans zum Ausdruck, die Schaffung von Frieden in der Region zu unterstützen und fügte hinzu, dass die Frage der Sicherheit Armeniens für Iran wichtig sei.

Armenien und die Republik Aserbaidschan haben neue Grenzkonflikte gemeldet, bei denen eine unbekannte Zahl Soldaten ums Leben kam.

Die Kämpfe, die am frühen Dienstag ausbrachen, sind das jüngste Aufflackern zwischen den Erzfeinden, die sich im Jahr 2020 einen Krieg um die umstrittene Region Bergkarabach lieferten.

Jede Seite machte die andere für die Kämpfe verantwortlich.

In einer Erklärung des armenischen Verteidigungsministeriums hieß es, Aserbaidschan habe am Dienstag um 00:05 Uhr Lokalzeit „intensiven Beschuss“ gegen armenische Militärstellungen in Richtung der Städte Goris, Sok und Jermuk begonnen. Aserbaidschanische Truppen setzten Drohnen sowie „Artillerie und großkalibrige Schusswaffen“ ein.

Hingegen beschuldigte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium Armenien in der Nähe der Grenzbezirke Dashkesan, Kelbajar und Lachin „groß angelegte subversive Handlungen“ begangen zu haben, und fügte hinzu, dass die Stellungen der aserbaidschanischen Armee „unter Beschuss gerieten, unter anderem durch Granatwerfer“.

Seit dem Ende des Krieges zwischen Armenien und Aserbaidschan im Jahr 2020 gibt es immer wieder Kämpfe entlang der Grenze.

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