Unberührte ägyptische Grabkammer aus der Zeit von Ramses II. an Israels Küste entdeckt — RT DE

18 Sep. 2022 22:48 Uhr

Bei Bauarbeiten im israelischen Palmachim wurde eine sensationelle archäologische Entdeckung gemacht: Eine rund 3.300 Jahre alte intakte ägyptische Grabkammer. Laut dem Archäologen Eli Jannai kann sie „ein komplettes Bild der Bestattungsbräuche im späten Bronzezeitalter liefern“.

Eine rund 3.300 Jahre alte intakte ägyptische Grabkammer ist in Israel zufällig entdeckt worden. Ein Baggerführer habe die in Stein gehauene Anlage aus der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses II. bei Bauarbeiten in Palmachim am Mittelmeer aufgedeckt, teilte die israelische Altertumsbehörde am Sonntag mit.

Ein Archäologe sei mit einer Leiter in die Kammer hinabgestiegen und habe dort Dutzende unberührter Grabbeigaben gefunden. Darunter seien Tonwaren, Kochtöpfe, Vorratsbehälter sowie Pfeil- und Speerspitzen. Einige Gefäße enthielten Substanzen, die etwa aus Tyro und Sidon im heutigen Libanon stammen.

A burial cave from the time of Pharaoh Rameses II, containing tens of ancient finds, was revealed in the Palmahim National Park, in Israel pic.twitter.com/S9KdlGvd4B

— Francesco Giosuè Voltaggio (@francescogiosue) September 18, 2022

Der israelische Archäologe Eli Jannai sprach von einer „Entdeckung, die man nur einmal im Leben macht“. Er sei sich „wie am Set eines Indiana-Jones-Films“ vorgekommen. Die Grabkammer sei mehr als drei Jahrtausende lang unberührt gewesen. Daher könne man mit modernen wissenschaftlichen Methoden wichtige Informationen über die dortigen Funde erlangen. Jannai sagte der israelischen Zeitung Haaretz:

„Die Grabkammer kann ein komplettes Bild der Bestattungsbräuche im späten Bronzezeitalter liefern.“

In dieser Zeit sei Kanaan Teil des ägyptischen Reichs gewesen, als der Pharao Ramses II. die Grenzen des ägyptischen Reiches bis in das heutige Syrien hinein erweiterte.

Der Archäologe Jannai ist sich sicher, die Kammer habe als Familiengruft gedient. Die dort beigesetzten Leichen seien nicht gut erhalten, DNA-Analysen seien daher nicht möglich. Man könne aber angesichts der Grabbeigaben davon ausgehen, dass es sich um örtliche Küstenbewohner handelte, die in Handelsbeziehungen mit den umliegenden Regionen im heutigen Zypern, Libanon und Syrien gestanden haben.

Kurz nach der Entdeckung der intakten Grabkammer sind nach Angaben der Altertumsbehörde mehrere Artefakte gestohlen worden. Inzwischen sei die Stätte wieder versiegelt worden, und es würden Ermittlungen zu dem Diebstahl anlaufen.

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(rt/dpa)

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