Stabschef von Selenskij: "Die russische Frage" wird mit militärischer Gewalt gelöst

Hochrangige Beamte in Kiew haben die Pläne mehrerer derzeitiger und ehemaliger ukrainischer Regionen, Volksabstimmungen über den Beitritt zu Russland abzuhalten, als irrelevant bezeichnet.

Andrei Jermak, Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, nannte die geplanten Abstimmungen eine „Erpressung“ durch Moskau. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Jermak in einem Beitrag:

„So sieht die Angst aus. Der Feind hat Angst und bedient sich primitiver Manipulationen.“

Наївний шантаж погрозами «референдумів», «мобілізацій» від тих, хто вміє воювати лише з дітьми і мирними людьми… Так виглядає страх розгрому. Ворог боїться, примітивно маніпулює. Україна вирішить російське питання. Загрозу можливо ліквідувати лише силою.

— Andriy Yermak (@AndriyYermak) September 20, 2022

Der Leiter des Präsidialamtes fügte hinzu, dass „die Ukraine die russische Frage lösen wird“, und betonte, dass dies „nur mit militärischer Gewalt“ geschehen könne.

Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba spielte die Nachricht von den bevorstehenden Volksabstimmungen ebenfalls herunter und bezeichnete sie als „Schein-Referenden“, die „nichts ändern werden“. Er schrieb auf Twitter: 

„Die Ukraine hat jedes Recht, ihre Territorien zu befreien, und wird dies auch weiterhin tun, egal was Russland dazu sagt.“

Sham ‘referendums’ will not change anything. Neither will any hybrid ‘mobilization’. Russia has been and remains an aggressor illegally occupying parts of Ukrainian land. Ukraine has every right to liberate its territories and will keep liberating them whatever Russia has to say.

— Dmytro Kuleba (@DmytroKuleba) September 20, 2022

Die Verurteilungen und Drohungen erfolgten als Reaktion auf die Absicht der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der ukrainischen Regionen Cherson und Saporoschje, Referenden über ihren Beitritt zur Russischen Föderation abzuhalten. Die Volksabstimmungen sollten bereits Ende dieser Woche stattfinden.

Kiew hatte zuvor jeder Person, die sich an einem solchen Plebiszit beteiligen wird, mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Irina Wereschtschuk sagte etwa, dass jedem Teilnehmer an einem solchen Referendum eine Haftstrafe von fünf bis zehn Jahren Dauer sowie die Beschlagnahme seines Eigentums drohe.

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