Die USA erpressen Indien, die Zusammenarbeit mit Moskau zu beenden — RT DE

23 Sep. 2022 21:23 Uhr

Die USA üben Druck auf Indien aus, um das Land davon abzubringen, mit Russland zusammenzuarbeiten. Das hat CNN unter Berufung auf einen Beamten des US-Außenministeriums berichtet. Der Quelle zufolge versucht Washington, Indiens Waffen- und Energieimport „zu diversifizieren“.

Die Vereinigten Staaten führen „ernsthafte“ Gespräche mit Indien über dessen „Abhängigkeit“ von russischen Waffen und Energie, berichtet CNN unter Berufung auf einen Beamten des US-Außenministeriums.

„Indien ist sehr stark von Russland abhängig, und das schon seit 40 Jahren: erst die militärische Abhängigkeit und dann die Abhängigkeit im Energiebereich. (…) Wir führen ernsthafte Gespräche mit Indien, um ihnen bei der Suche nach Diversifizierungsmöglichkeiten zu helfen“, sagte der Beamte dem Sender.

Er fügte hinzu, dass Russland angeblich „kein verlässlicher Waffenlieferant mehr“ sei und dass Indien allmählich „begreifen“ werde, dass „es echte Vorteile hätte“, wenn es andere Lieferanten fände, zitiert CNN den namentlich nicht genannten Insider.

Die Äußerungen des Sprechers des Außenministeriums fielen Stunden vor der Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, russische Bürger teilweise zu mobilisieren. Es ist unklar, welchen Einfluss der russische Präsident auf die indische Position zu der Spezialoperation in der Ukraine haben wird. Seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten in der Ukraine hat Indien versucht, einen Mittelweg zwischen Moskau und den westlichen Ländern zu finden, indem es eine Verurteilung des Landes, das nach wie vor sein größter Waffenlieferant ist und zu dem es seit dem Kalten Krieg Beziehungen unterhält, weitgehend vermieden hat. CNN weist auch darauf hin, dass Indien zusammen mit den USA, Japan und Australien Mitglied des Quadrilateralen Sicherheitsdialogs ist.

Indien hat bisher dem Druck des Westens widerstanden, die wirtschaftlichen Beziehungen des Landes zu Russland zu kappen. Neu-Delhi hat seine Käufe von russischem Öl, Kohle und Düngemitteln sogar erhöht und bei den Vereinten Nationen wiederholt nicht für den Ausschluss Russlands aus dem Menschenrechtsrat gestimmt, sondern zu „Dialog und Diplomatie“ aufgerufen.

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