Ukrainische Hacker greifen russisches Zahlungssystem Mir an — RT DE

24 Sep. 2022 14:13 Uhr

Nicht nur die USA greifen das russische Mir-Zahlungssystem an – mit Sanktionen gegen ausländische Banken, die mit Russland zusammenarbeiten. Auch ukrainische Hacker seien mit starken Angriffen unterwegs, berichtet die Zeitung „Kommersant“.

Quelle: Gettyimages.ru © Morris MacMatzen

Nachdem bekannt geworden war, dass sich einige russlandfreundliche Länder auf Druck der USA weigern könnten, mit dem Zahlungssystem Mir zusammenzuarbeiten, haben ukrainische Hacker einen groß angelegten DDoS-Angriff auf das System gestartet, berichtet die Zeitung Kommersant. Sie erklärt:

„Ukrainische IT-Aktivisten führen einen DDoS-Angriff auf das russische Zahlungssystem Mir und seinen Betreiber, das Nationale Zahlungskartensystem, durch. Die Angriffe werden unter anderem über Chatrooms pro-ukrainischer Aktivisten koordiniert, wie der ‚Kommersant‘ herausgefunden hat. Hacker erzeugen insbesondere mit Hilfe von Browsern oder primitiven DDoS-Tools Datenverkehr auf den Systemen, um die Zahlungsabwicklung und den Terminalbetrieb zu stören. Die Informationen über den Beginn der Angriffe wurden von den Gesprächspartnern des ‚Kommersant‘ auf dem russischen Cybersicherheitsmarkt bestätigt.“

Derzeit sei zu erwarten, dass die Angreifer mit DDoS-Angriffen auf das Zahlungssystem erfolgreich sein werden, sagte eine Quelle in einem Unternehmen der Branche dem Kommersant – die Risiken seien „mehr als ernst“. In diesem Fall sei mit einem kompletten Ausfall der Kartenerfassung zu rechnen, der bis zu mehreren Stunden dauern könne.

Nach Angaben der Zeitung reagierte die Zentralbank nicht auf eine entsprechende Anfrage, und auch das Nationale Zahlungskartensystem lehnte eine Stellungnahme ab.

Die vom Kommersant befragten Banken stellten jedoch fest, dass „die Angriffe seit dem Beginn der Militäroperation in der Ukraine nicht aufhören“.

Mehr zum Thema – Türkei: Erdoğan will Treffen zur Verwendung der russischen Mir-Karten abhalten

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link