"Keine Angst vor Sanktionen": Amerikanischer Rap-Star tritt trotz US-Warnungen in Moskau auf

Ende September sollte in dem riesigen Moskauer Luschniki-Stadion das erste Rap-Festival „Banger Fest“ stattfinden. Die Veranstaltung wurde zwar abgesagt. Aber der Headliner des Events, der amerikanische Rap-Star 6IX9INE (sprich „six-nine“ alias Daniel Hernandez), trat trotzdem in Moskau auf. „Ich bin der russischen Seite dankbar für die Einladungen und den herzlichen Empfang. Ich habe mich gefreut, so viele Fans hier zu sehen“, sagte Hernandez nach dem Auftritt im Moskauer Adrenalin-Stadion, das von rund 5.000 Menschen besucht wurde.

Wie der Organisator des Festivals, Alexei Sjatschin in einem Gespräch mit der Zeitung Iswestija bemerkte, kam der amerikanische Rapper „trotz möglicher Sanktionen und Warnungen des US-Außenministeriums, die russischen Fans freier Musik zu unterstützen“, da Rap-Musik „jenseits der Politik“ sei. Daniel Hernandez wiederum erklärte gegenüber Iswestija, er habe keine Angst vor irgendwelchen Sanktionen, und er liebe Russland.

Die Musik von Daniel Hernandez wird „als aggressiver, testosterongesteuerter und sehr lauter Rap beschrieben“, schreibt Iswestija. Die Zeitung weiter:

„Der aus einer armen Familie in Brooklyn stammende Daniel Hernandez wurde nach der Veröffentlichung seiner Debütsingle ‚Gummo‘ zu einem bekannten Namen. Der Song wurde ein landesweiter Hit und erreichte Platz 12 in den Billboard Charts. Einige Monate später erreichte seine Single ‚Fefe‘ Platz drei der Hot 100 und war der Titelsong seines Debütalbums ‚Dammy boy‘. Das Album wurde kritisiert, erreichte aber Platz zwei der Billboard 20-Charts.“

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