Nordkorea feuerte zwei ballistische Raketen ins Japanische Meer

Das nordkoreanische Militär hat am Mittwoch zwei ballistische Raketen gestartet. Der Abschuss der ersten Rakete wurde vom japanischen Verteidigungsministerium gemeldet, das solche Starts überwacht. In der Erklärung der Behörde heißt es:

„Die ballistische Rakete wurde von Nordkorea aus gestartet.“

Außerdem versprach das Verteidigungsministerium, weitere Informationen über den Start bereitzustellen, sobald diese verfügbar sind. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf den Generalstabsausschuss der südkoreanischen Streitkräfte, dass Nordkorea eine nicht näher bezeichnete ballistische Rakete gestartet habe. Nach Angaben der Agentur wurde die Rakete in Richtung des Japanischen Meeres abgeschossen.

Nach Angaben der japanischen Küstenwache war die Rakete bereits ins Meer gestürzt. Die Behörde bat die Schiffe in dem Gebiet, alle Trümmer zu melden, auf die sie stoßen. Kurz nach dem ersten Start meldete Yonhap, dass Pjöngjang zehn Minuten später eine zweite Rakete abgeschossen hat. Die Zeitung wies darauf hin, dass US-Vizepräsidentin Kamala Harris am Vortag ihren Besuch in Südkorea angekündigt hatte, der die Unterstützung der USA für Seoul demonstrieren sollte.

Japan und Südkorea hatten zuvor gemeldet, dass Nordkorea am 25. September Raketen gestartet hatte. Diesbezüglich gab das südkoreanische Hauptquartier an, dass Nordkorea eine Kurzstreckenrakete abgefeuert hatte, die in einer Höhe von maximal 60 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von Mach 6 über 600 Kilometer flog.

Einen Tag nach diesem Start begannen Südkorea und die USA die erste gemeinsame Seeübung seit fünf Jahren, an der auch ein US-Flugzeugträger beteiligt war. An der viertägigen Übung, die am 26. September begann, sind der Flugzeugträger „Ronald Reagan“, die koreanischen Zerstörer „Seoae Ryu Sung-ryong“ und „Munmu the Great“ mit dem ballistischen Raketenkontrollsystem Aegis, das US-Atom-U-Boot „Annapolis“ und weitere Schiffe beteiligt. Neben den Schiffen sind auch die Luftstreitkräfte beider Länder an der Übung beteiligt.

Pjöngjang hatte Anfang des Jahres mit aktiven Raketentests begonnen. Zwischen Januar und September feuerte Nordkorea mindestens zwanzigmal Raketen ab.

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