Inflation galoppiert im September auf 10 Prozent – höchster Wert seit 1951

Die Verbraucherpreise sind im September nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent gestiegen. Das ist die höchste Inflationsrate in Deutschland seit dem Jahr 1951.

Verantwortlich für die hohe Inflation im September waren erneut die hohen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln, nicht zuletzt aufgrund der gegen Russland gerichteten Sanktionen und der Geldpolitik der EZB. Die Preise für Energie legten laut Statistik um 43,9 Prozent im Vorjahresvergleich zu, die für Nahrungsmittel um 18,7 Prozent.

Unterhalb der Inflationsrate lagen Dienstleistungen, darunter Wohnungsmieten, die um 1,7 Prozent anstiegen. Beeinflusst wurde die Entwicklung unter anderem von Preissteigerungen aus den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, von Lieferkettenproblemen und weil dämpfende Maßnahmen wie der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket ausliefen, wie die Statistiker erklärten.

Interessante (und deprimierende) Zahlen der Bank of America: Ist die Inflation in einem Industrieland einmal über 5% gestiegen, dauert es im Schnitt zehn Jahre, bis sie wieder auf 2% ist pic.twitter.com/vxH3cFc5nR

— Daniel D. Eckert 🇺🇦 (@Tiefseher) September 25, 2022

Anhand der vorläufigen Ergebnisse lässt sich das Ausmaß noch nicht darstellen. Detaillierte Informationen veröffentlicht das Statistische Bundesamt mit den endgültigen Ergebnissen am 13. Oktober 2022. 

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