Nord Stream kann repariert werden — RT DE

29 Sep. 2022 09:27 Uhr

Der Leiter des Energieausschusses der Staatsduma teilte vor Journalisten mit, es sei technisch möglich, Nord Stream zu reparieren. Die Reperatur könne voraussichlich bis zu einem Jahr dauern, denn der Prozess sei aufwändig.

Wie die russische Nachrichtenagentur TASS meldet, könnte die Reparatur von Nord Stream 1 und 2 realisiert werden, aber länger als sechs Monate dauern. Dies sagte der Leiter des Energieausschusses der russischen Staatsduma Pawel Sawalny

Demnach gebe es zwei Möglichkeiten, um die Schäden zu beheben. Entweder den Bau eines speziellen Mantels um die Leitungen, der eine Reparatur unter Wasser ermöglicht, oder aber das Anheben der Leitung an die Oberfläche. 

„Eine Möglichkeit besteht darin, eine Glocke herzustellen, die über der Pipeline angebracht wird. Die Arbeiten werden dann im Raum der Taucherglocke durchgeführt: Das ermöglicht entweder den kompletten Austausch dieses Rohrsegments oder die Reparatur [des Lecks]. In diesen Tiefen ist das möglich. Dennoch ist das natürlich ein kompliziertes Vorhaben. Dementsprechend lang sind die Fristen für Projektierung, Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten. Es geht alles in allem nicht um Monate, es kann auch länger dauern. Die zweite Option ist, die Pipeline nach oben zu holen“, sagte Sawalny am Rande des Forums „Öl und Gas Sachalin“ am 29. September vor Journalisten.

Laut Sawalny wären zum Anheben einer Leitung von Nord Stream Schwimmkräne mit einer Tragfähigkeit von 3.000 Tonnen erforderlich. 

„Beim Bau der Leitungen ist berücksichtigt worden, dass es notwendig werden könnte, die Leitungen zu reparieren. Das heißt, die Möglichkeit, sie anheben zu können, wurde eingeplant. Dennoch braucht das alles natürlich Zeit. Es gibt die technische Möglichkeit der Reparatur, aber sie wird geraume Zeit in Anspruch nehmen. Es werden nicht zwei Monate sein. Wir reden über einen Zeitraum von einem halben oder einem ganzen Jahr, nicht weniger“, erklärte Sawalny. 

Er fügte hinzu, der entscheidende Faktor bei der Wahl zwischen den beiden Optionen sei die Frage der Verfügbarkeit der technischen Ausrüstung. Entsprechende Ausrüstungen seien eventuell durch die Sanktionen gegen Russland blockiert. 

Die Stränge der Ostsee-Pipeline Nord Stream waren am Montag vermutlich durch Explosionen beschädigt worden und sind derzeit nicht funktiionsfähig. 

Wie der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow mitteilte, sei Sabotage als Ursache nicht auszuschließen. 

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