"Klarheit und politischer Mut" – Außenministerin Baerbock ist "Politikerin des Jahres"

Seit dem Jahre 2003 zeichnet das Spartenmagazin Politik & Kommunikation in einer Rankingveranstaltung der Zielgruppe „Politische Entscheider in Deutschland“ Personen, Kampagnen und Projekte im deutschsprachigen Raum aus. Seit 2009 ist ein Partner dieser wenig bekannten Initiative die Quadriga Hochschule Berlin – nach eigener Darstellung eine „Private Hochschule für Management in den Bereichen Kommunikation, Politik und Public Affairs, Human Resources“.

Diese Hochschule ist eines der Tätigkeitsfelder der „Quadriga Media Berlin GmbH“, gelegen am Werderscher Markt in Berlin, gleich neben dem Neubau des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Am 12. Oktober hielt der ehemalige französische Verteidigungs- und Außenminister Jean-Yves Le Drian im Rahmen der  nunmehr 18. Preisverleihung durch Politik & Kommunikation in Berlin die Laudatio, und zwar für die diesjährig ausgezeichnete Annalena Baerbock. Le Drian war erst im Mai 2022 aus seinem Amt als französischer Außenminister im Kabinett Castex ausgeschieden.

In seiner Ansprache nannte Le Drian sein persönliches Verhältnis zu der deutschen Grünen-Politikerin eine „diplomatische Liebe auf den ersten Blick“ und würdigte Baerbock für ihre „Klarheit und den politischen Mut“ im politischen Alltag.

Der #politikaward „Politikerin des Jahres“ geht an @ABaerbock. Die Laudatio hielt der frühere französische Außenminister @JY_LeDrian. @ABaerbock ist die erste Politikerin, die diese Auszeichnung bereits das zweite Mal bekommt! pic.twitter.com/11MNG5qNWP

— Redaktion p&k (@pundk) October 12, 2022

Der #Politikaward2022 läuft. Während Hajo Schumacher und Torben Werner die Gäste begrüßen, liegt das erste Highlight schon hinter uns: Das Hintergrundgespräch mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die u.a. von ihrem Ukraine-Besuch berichtete. pic.twitter.com/CUan68WaLf

— QuadrigaBerlin (@QuadrigaBerlin) October 12, 2022

Ende September war Baerbock bereits vom US-Magazin Time auf dessen Liste „der 100 aufstrebenden Stars“ („2022 TIME100 NEXT„) platziert worden. Das Time-Magazin zitiert zur Begründung die deutsche Außenministerin selbst mit ihren programmatischen Worten:

„Was mich in diesen schwierigen Zeiten optimistisch stimmt, ist das Wissen um die Stärke unserer transatlantischen Union, unserer Bündnisse und unserer liberalen Demokratien.“

Die Jury für diese Preisverleihung wird aus Experten der politischen Kommunikation aus Unternehmen und Universitäten sowie Journalisten berufen, die laut Eigenauskunft „aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, politische Kommunikation aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten“. Nach dem Erstellen einer Shortlist in einem Onlinevoting der Juroren stellen die Nominierten anschließend der Jury ihre Projekte und Kampagnen live am Tag der Preisverleihung vor. Die Kategorien werden auch jährlich variiert, damit ein hoher Grad an Aktualität gewährleistet sein solle. Die diesjährige Präsentation und Preisverleihung moderierte Hajo Schumacher, freier Autor für Tageszeitungen, in Anwesenheit von 350 Politikern, Journalisten und Vertretern von Wirtschaft, Medien und Gesellschaft.

Extra Schlips umgelegt #politikaward pic.twitter.com/ik7pfhlWvg

— Hajo Schumacher (@hajoschumacher) October 13, 2022

Baerbock nutze laut Politik & Kommunikation ihre Dankesrede für einen ganz aktuellen Appell: „All unsere Politikpreise widmen wir den mutigen Frauen im Iran“. Ein anderer diesjähriger Preisträger war ein weiterer Bundesminister, der Justizminister Marco Buschmann (FDP), der mit dem Politikaward als „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Schließlich wurde auch noch Lars Klingbeil als einer der beiden Bundesvorsitzenden der SPD zum „Strategen des Jahres“ gekürt.

Die diesjährig Geehrten reihen sich ein in die Liste namhafter Preisträger der vergangenen Jahre, darunter bereits auch Jens Spahn, Jean-Claude Juncker, Robert Habeck, Franziska Giffey, Christian Lindner, Andrea Nahles, Winfried Kretschmann, Ursula von der Leyen sowie auch bereits verstorbene Politiker von Rang und Namen wie Hans-Dietrich Genscher, Egon Bahr und Heiner Geißler.

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