Putins traditionelle Fragestunde verschoben — RT DE

9 Juni 2022 10:33 Uhr

Der „Direkte Draht“, eine Live-Fragestunde mit dem russischen Präsidenten, findet dieses Jahr nicht wie gewohnt im Juni statt. Die Veranstaltung werde verschoben, das neue Datum stehe noch nicht fest, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Quelle: Sputnik © Alexei Malgawko

Der „Direkte Draht“, eine traditionelle Fragestunde mit Wladimir Putin, fällt diesen Juni aus. Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2001, dass sich die Veranstaltung, bei der Bürger des Landes Fragen an den Präsidenten im Live-Format stellen, verschoben wird. „Der Direkte Draht kann in diesem Monat nicht stattfinden“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Er versicherte aber, dass es einen anderen Termin geben werde. Die entsprechenden routinemäßigen Vorbereitungen liefen bereits. Womit die Verzögerung zusammenhängt, ließ er offen.

Der „Direkte Draht“ findet einmal jährlich seit dem Jahr 2001 statt. Die Bürger stellen ihre Fragen per Live-Schalte, telefonisch, online oder per SMS. Bei der ersten Veranstaltung wurden 400.000 Fragen eingereicht. Seitdem stieg diese Zahl kontinuierlich und betrug im Jahr 2015 bereits mehr als drei Millionen. Auch die Dauer des Programms wurde immer länger. Im Jahr 2013 stand Putin fast fünf Stunden lang Frage und Antwort.

Eine weitere Rede des Präsidenten vor der Föderalen Versammlung, die für den April geplant war, wurde ebenfalls abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. „Sie soll noch in diesem Jahr stattfinden. Aber es gibt noch kein genaues Datum“, erklärte Peskow.

Mehr zum Thema – Kreml weist Verantwortung für drohende Nahrungsmittelkrise von sich

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.



Source link