US-Militär: An Bord des abgestürzten Flugzeugs "kein nukleares Material"

Ein Militärflugzeug eines nicht näher bezeichneten Typs ist am Mittwoch im kalifornischen Imperial County, rund 50 Kilometer nördlich der mexikanischen Grenze, abgestürzt. Es wird vermutet, dass die fünf Menschen an Bord tot sind. In ersten Berichten war von „nuklearem Material“ an Bord die Rede. Das US Marine Corps hat den Absturz zwar bestätigt, aber keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben.

Lokale Nachrichtensender berichteten am Mittwochnachmittag unter Berufung auf die Polizeibehörde in Imperial County, dass ein Militärflugzeug nahe der Gemeinde Glamis abgestürzt sei. Demnach soll sich der Absturz nordöstlich des Grenzübergangs Calexico-Mexicali etwa 240 Kilometer östlich von San Diego ereignet haben.

Lokale Medien zeigten am Unfallort eine Rauchwolke, die über der Wüste aufstieg. Das Gebiet wurde abgesperrt und ausgeschildert. Die Yuma Marine Corps Air Station (MCAS) im nahe gelegenen Arizona bestätigte, dass es einen Absturz gegeben habe.

Ein Reporter aus San Diego schrieb auf Twitter, dass das Flugzeug „mit nuklearem Material beladen war und mindestens fünf Personen an Bord hatte“. Später fügte er hinzu, dass die Behörden in Imperial County davon ausgingen, dass alle fünf Menschen an Bord ums Leben gekommen seien.

Später teilte die Naval Air Facility El Centro mit:

„Entgegen ersten Berichten befand sich kein nukleares Material an Bord des Flugzeugs.“

Um welchen Typ es sich bei dem abgestürzten Flugzeug handelte, wurde nicht bekanntgegeben. Allerdings wurde bestätigt, dass die Maschine zum 3. Marine Aircraft Wing mit Sitz in San Diego gehörte. Das Flugzeuggeschwader nimmt derzeit an Übungen auf dem Truppenübungsplatz in Imperial County teil, der von der MCAS Yuma aus betrieben wird.

Auf der Facebook-Seite der MCAS Yuma wurden zuletzt am Dienstag Fotos von einer Übung zum Transport von Kampfmitteln vom 25. Mai veröffentlicht. Bei dem auf den Fotos gezeigten Flugzeug handelt es sich um eine MV-22B Osprey, ein von den Marines betriebenes Kipprotor-Flugzeug, das wegen mangelnder Sicherheit umstritten ist. Das Flugzeug hat normalerweise eine vierköpfige Besatzung.

Vier Marines kamen im März ums Leben, als ihre Osprey während NATO-Übungen in Nordnorwegen abstürzte. Weitere vier starben bei zwei Zwischenfällen, 2017 in Australien und 2015 auf Hawaii.

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