NASA fürchtet angesichts zuvor fehlgeschlagener Tests „verheerenden“ Zwischenfall — RT DE

Die US-Weltraumbehörde NASA hat den Plänen von SpaceX, sein Riesenraumschiff Starship künftig vom Kennedy Space Center am Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus zu starten, vorerst eine Absage erteilt. Dort könnte eine Explosion beim Start die USA wiederum vom unabhängigen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS abschneiden.

Eigentlich sollte für Elon Musk der baldigen kommerziellen Nutzung seines Riesenraumschiffs Starship nichts mehr im Weg stehen. Die letzten Genehmigungen, darunter die wichtige Unbedenklichkeitsbescheinigung für wenige erste Starts vom Starship auf dem eigens errichteten SpaceX South Texas Launch Site nahe Boca Chica Village, wurden dem Weltraumunternehmen SpaceX vor wenigen Wochen von der US-Luftfahrtbehörde FAA erteilt. Später soll die riesige Rakete – nach den Plänen des Tesla-Chefs – jedoch regulär vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten. Doch dort hat die NASA ernsthafte Bedenken. Die US-Raumfahrtbehörde fürchtet demnach, dass ein niemals sicher auszuschließender Zwischenfall bei einem der Starship-Starts die USA wieder vom eigenen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS abschneiden könnte.

Wie die US-Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen hochrangigen Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde berichtet, fordert die NASA vom SpaceX-Unternehmen angesichts zuvor gescheiterter Tests eine Garantie, dass der SpaceX-Plan, die Starship-Rakete von Florida aus zu starten, keinesfalls die übrige nahe gelegene Infrastruktur der NASA gefährdet. Denn dies stelle die einzige Verbindung der USA zur Internationalen Raumstation ISS dar. „Wir alle wissen, dass ein Vorfall wie bei einem der frühen SpaceX-Flüge für den Launch Complex LC39A (das ist die Startrampe, von der aus die US-Raketen zur ISS starten) ziemlich verheerend wäre“, erklärte Kathryn „Kathy“ Lueders, die Leiterin des Bereichs für Bemannte Raumfahrt bei der NASA, gegenüber Reuters. 

Zu den wesentlichen Bedenken der NASA trägt die neuartige hochexplosive Treibstoffkombination von Flüssigsauerstoff und Methan bei, die das Starship in den Orbit bringen soll. „Das Problem ist, dass das Explosionspotenzial dieser Kombination nicht gut bekannt ist“, sagte Randy Repcheck, Stellvertretender Leiter des Büros für kommerziellen Raumtransport bei der US-Luftfahrtbehörde FAA, das für die Sicherheit der Startrampen zuständig ist.

Deshalb habe SpaceX der US-Raumfahrtbehörde bereits verschiedene Vorschläge erarbeitet, um die Bedenken der NASA auszuräumen, heißt es in dem Reuters-Bericht weiter. Das Unternehmen suche demnach derzeit nach Möglichkeiten, den Startplatz LC39A zu „härten“, also die Startrampe widerstandsfähiger zu machen, sowohl gegen einen explosiven Starship-Unfall als auch gegen die immensen Kräfte, die bei einem erfolgreichen Starship-Start freigesetzt werden.

Sowohl die Härtung der Startrampe 39A als auch der bemannte Start von der Rampe 40 aus bedürfen allerdings der Zustimmung der NASA. „SpaceX arbeitet mit uns an diesen Dingen“, sagte Lueders. „Denn es ist auch in ihrem Interesse, dass ihre Einnahmequelle nicht unterbrochen wird.“

Bei der fast 120 Meter hohen Kombination von Starship mit Booster Super Heavy handelt es sich um die bislang größte und schubstärkste Rakete der Geschichte. Nach Inbetriebnahme wird das Raumschiff Platz für rund 100 Astronauten oder mindestens 100 Tonnen Fracht bieten. Im Rahmen des Artemis-Programms soll das Starship ab 2024 erneut Astronauten auf den Mond bringen. Mit dem Starship plant Elon Musk zudem die spätere Besiedelung vom Mars.

Mehr zum Thema – Genehmigungen endlich erteilt: Musk kündigt ersten Orbitalflug seines Starships für Juli an

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