Japan will Putin vom Staatsbegräbnis des ehemaligen Premierministers Abe ausschließen — RT DE

Laut Medienberichten will Tokio den russischen Präsidenten Wladimir Putin von der Bestattungszeremonie für den ermordeten früheren japanischen Premierminister Shinzō Abe ausschließen, dies, nachdem er bereits wegen des Ukraine-Konflikts von Japan auf eine schwarze Liste gesetzt wurde.

Die japanische Regierung wird voraussichtlich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht erlauben, am Staatsbegräbnis des ehemaligen Premierministers Shinzō Abe teilzunehmen, sollte er dies wünschen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Nikkei am Freitag. Japans ehemaliger Premierminister Abe war Anfang dieses Monats ermordet worden.

Die Tageszeitung Sankei Shimbun zitierte einen Beamten des japanischen Außenministeriums mit der Aussage, dass Tokio Russland offiziell über das Staatsbegräbnis in Kenntnis setzen wird, aber nicht erwarte, „dass sie kommen werden“. Die Zeremonie findet am 27. September statt.

Der Kreml hatte zuvor bekannt gegeben, dass Präsident Putin nicht vorhabe, am Staatsbegräbnis teilzunehmen, während die Anwesenheit anderer russischen Offiziellen „vom Protokoll abhängen“ würde. Als Reaktion auf die Militäroperation Moskaus in der Ukraine hatte Japan Anfang März mehrere hochrangige russische Beamte, darunter Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergei Lawrow, auf eine Sanktionsliste gesetzt. Russland reagierte umgehend auf dieselbe Weise und sanktionierte eine Reihe hochrangiger japanischer Beamter, darunter Premierminister Fumio Kishida und Außenminister Yoshimasa Hayashi.

Nachdem er in den 2000er-Jahren kurzzeitig als Premierminister gedient hatte, hatte Abe dieses Amt erneut von 2012 bis 2020 bekleidet und wurde damit der am längsten amtierende Premierminister des Landes. Er war am 8. Juli während einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Nara ermordet worden.

Abe hatte sich in seiner Amtszeit als Premierminister rund 25-mal mit Putin getroffen. In seinem Beileidsschreiben beschrieb der russische Präsident Abe als „einen herausragenden Staatschef“, der „viel für die Förderung gutnachbarschaftlicher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern getan hat“.

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