Al Gore vergleicht "Klimaleugner" mit Polizeiversagen beim Amoklauf im texanischen Uvalde

Der frühere US-Vizepräsident Al Gore hat seine Rhetorik zum Thema Klimawandel in neue Höhen geführt und sogenannte Klimaleugner mit jenen Polizisten verglichen, die es nicht geschafft haben, einen Amokläufer zu stoppen, der im vergangenen Mai in Uvalde im US-Bundesstaat Texas 19 Kinder und zwei Lehrkräfte ermordet hat.

„Klimaleugner ähneln in gewisser Weise diesen fast 400 Polizeibeamten in Uvalde, die vor einer unverschlossenen Tür ausharrten, während dahinter Kinder massakriert wurden“, sagte Gore am Sonntag in einem Interview mit NBC News. „Sie hörten die Schreie, sie hörten die Schüsse, aber niemand unternahm etwas.“

Laut einem vergangene Woche veröffentlichten offiziellen Bericht sei das Versagen der Polizei beim Massaker von Uvalde auf ein „Führungsvakuum“ zurückzuführen, was folglich zu der hohen Zahl an Todesopfern beigetragen haben soll. Neunzehn Beamte warteten über eine Stunde in einem Flur vor den geschlossenen Türen der Klassenzimmer, wo ein 18-jähriger Schütze ungehindert mit seiner Waffe wüten konnte, während Schüler den Polizeinotruf anriefen und um Hilfe flehten.

Gore, der die Präsidentschaftswahlen 2000 gegen den Republikaner George W. Bush verloren hat, forderte die US-Amerikaner auf, sich zusammenschließen, um auf die Klimakrise zu reagieren. „Angesichts dieses globalen Notfalls ist das, was wir mit unserer Untätigkeit tun oder es versäumen, eine Tür einzutreten um das Töten zu stoppen, nicht typisch für das, wozu wir als Menschen fähig sind“, sagte er.

Laut dem ehemaligen Mitstreiter des früheren US-Präsidenten Bill Clinton beginnt sich die Stimmung in der Bevölkerung angesichts zunehmend extremer Wetterereignisse zu ändern, so wie das Massaker von Uvalde dazu beigetragen hat, den Druck zur Einschränkung von Waffenbesitz weiter aufzubauen, was bereits zur ersten Verabschiedung eines bedeutenden Waffenkontrollgesetzes durch den Kongress seit fast 30 Jahren führte.

Seit seinem Ausscheiden aus der Politik hat der 74-jährige Gore ein geschätztes Vermögen von 300 Millionen US-Dollar angehäuft, hauptsächlich mit seiner Finanzberatungsgesellschaft Generation Investment Management. Gleichzeitig ist er zu einer führenden Stimme der Klimaschutzbewegung geworden und hat in der Vergangenheit mehrere dramatische Prognosen über bevorstehende Klimakatastrophen aufgestellt. So zum Beispiel die Vorhersage, dass die nördliche Polarkappe wahrscheinlich bis 2013 verschwunden sein wird und die Welt bis 2016 den „Punkt ohne Wiederkehr“ erreichen würde, sollten keine drastischen Klimamaßnahmen ergriffen werden.

Gores Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ aus dem Jahr 2006, der weltweit an den Kinokassen 50 Millionen US-Dollar einspielte, zeigt, wie ein Großteil Floridas unter einem steigenden Wasserpegel versinkt und stellt die These auf, dass es innerhalb eines Jahrzehnts keinen Schnee mehr auf dem afrikanischen Kilimandscharo geben wird.

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