Betreiber hält Reservebetrieb von AKWs für „technisch nicht machbar“ — RT DE

7 Sep. 2022 14:27 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne) will zwei Atomkrafte Ende dieses Jahres vom Netz nehmen und bis April 2023 im Reservemodus weiterlaufen lassen. Das Ziel sei, die Kraftwerke „zur Absicherung im Notfall“ bereitzuhalten, um „krisenhafte Situationen“ auf dem Strommarkt abzufedern. Ein kürzlich durchgeführter Stresstest hatte ergeben, dass solche Situationen „nicht vollständig ausgeschlossen werden“ können.

Preussen Elektra, der Betreiber des Atomkraftwerks Isar 2 – einer der beiden in Rede stehenden Meiler – warnt das Bundeswirtschaftsministerium nun vor diesem Schritt. Nach Auffassung von Firmenchef Guido Knott ist der Vorschlag,

„zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, (…) technisch nicht machbar und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“

Dies geht aus einem entsprechenden Schreiben hervor, das bereits gestern an den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Patrick Graichen gerichtet worden war, wie unter anderem der Spiegel berichtet. Der Unternehmenschef verweist darin explizit auf die Risiken eines solchen Plans. So sei im beabsichtigten Reservebetrieb „ein flexibles Anheben oder Drosseln der Leistung nicht mehr möglich“. Dies gelte insbesondere dann, wenn das Kraftwerk bereits komplett heruntergefahren wurde, wie es Habeck beabsichtigt. In dem Schreiben heiße es dazu weiter:

„Dann nämlich ist mit den eingeschränkten Möglichkeiten eines solchen Reaktorkerns ein Wiederanfahren im fortgeschrittenen Streckbetrieb nicht und schon gar nicht kurzfristig innerhalb einer Woche machbar.“

Mehr Informationen in Kürze …

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