Tod von Elisabeth II.: Zwei französische Bürgermeister wollen Fahne nicht auf Halbmast setzen

Zwei Stadtverwaltungen in Frankreich wollen nach dem Tod von Königin Elisabeth II. die französische Fahne nicht auf Halbmast setzen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am 9. September vorgeschlagen, die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden am Tag nach der Bekanntgabe des Todes der Königin und am Tag der Beerdigung am 19. September auf Halbmast zu setzen.

Daraufhin richtete Premierministerin Elisabeth Borne ein Schreiben an den Verband der Bürgermeister Frankreichs, um die Forderung bei den Bürgermeistern zu unterstützen. Der linke Bürgermeister von Bourges, Yann Galut, erklärte am 11. September, er respektiere „den Schmerz unserer englischen Freunde“, fügte aber hinzu, dass er nicht wie von Borne gefordert, die französischen Fahne in Bourges auf Halbmast setzen werde. „Diese Forderung erscheint mir unglaublich“, so Galut.

Am 9. September bestätigte der Bürgermeister von Faches-Thumesnil im Norden Frankreichs, Patrick Proisy (La France insoumise), dass er ebenfalls „die Anweisung von Premierministerin Elisabeth Borne“ nicht umsetzen werde. Proisy fragte:

„Wird das für alle verstorbenen Staatsoberhäupter gemacht? Tut unsere Republik dies vorzugsweise für eine Monarchin, die Oberhaupt einer Kirche ist?“

Königin Elisabeth II. trat derweil am 11. September ihre letzte Reise an. Ihr Sarg verließ das königliche Anwesen Balmoral in Schottland und verbrachte die Nacht in Edinburgh, wo der Konvoi von Tausenden von Menschen begrüßt wurde, die sich entlang der Strecke versammelt hatten. Der Sarg wird am 13. September nach London zurückkehren, bevor am 19. September das Staatsbegräbnis stattfindet.

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