Nächste Konfliktzone? Tote bei Schusswechsel an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan — RT DE

14 Sep. 2022 19:23 Uhr

Am Mittwoch haben sich Grenzschützer der ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgisistan und Tadschikistan in Zentralasien Schusswechsel geliefert. Dabei kam es zu Toten und Verletzten. Russland forderte beide Seiten zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts auf.

Grenzschützer der ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgisistan und Tadschikistan in Zentralasien haben sich am Mittwoch Schusswechsel geliefert. Wie der Grenzschutz in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe mitteilte, wurden zwei tadschikische Grenzer getötet, sechs Soldaten und fünf Zivilisten wurden verletzt. Kirgisistan berichtete von zwei verletzten Soldaten und zwei verletzten Zivilisten. Jede Seite beschuldigte die andere, das Feuer eröffnet zu haben. Der Vorfall ereignete sich im kirgisischen Gebiet Batken.

Wie die russische Nachrichtenagentur TASS meldet, bemühten sich Grenzschutzoffiziere beider Seiten, die Lage zu beruhigen. Russland fordert Kirgisistan und Tadschikistan auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation an der Grenze zu normalisieren und Provokationen zu verhindern, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. Sie erklärte:

„Die russische Seite verfolgt aufmerksam die angespannte Situation an der kirgisisch-tadschikischen Grenze, die am Morgen des 14. September infolge einer Schießerei zwischen Grenzsoldaten erneut eskaliert ist. Angesichts der bestehenden Vereinbarungen zwischen den Präsidenten Kirgisistans und Tadschikistans fordern wir beide Seiten auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation wieder in den politischen und diplomatischen Bereich zurückzuführen und gemeinsam jede Art von Provokation zu verhindern.“

Gleichzeitig bekräftigte Moskau seine Bereitschaft, die Parteien bei der Suche nach einer langfristigen friedlichen Lösung der Grenzfragen zu unterstützen. Die Grenze zwischen Tadschikistan und Kirgisistan ist mehr als 980 Kilometer lang, doch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind nur etwa zwei Drittel genau festgelegt und markiert. In einigen Grenzgebieten gibt es immer wieder Streit um Wasser, Weideflächen oder Rohstoffe. Im April und Mai 2021 wurden bei Kämpfen Dutzende Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten getötet.

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(rt/tass/dpa)

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